Donnerstag, 21. September 2017
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Ab sofort geht es nur noch um die Sache


Bericht aus der Landshuter/ Vilsbiburger Zeitung - vom 13.05.2014 - von Horst Müller:

Konstituierende Kreistagssitzung: Dreier-Stellvertreter mit überragender Mehrheit gewählt

Mit einer ebenso prägnanten wie programmatischen Rede hat der neue Landrat Peter Dreier (FW) am Montag seine erste Amtszeit und die neue Wahlperiode des Kreistagseröffnet. "Mein Ziel ist es, dass wir im Lreistag und in den Gremien und Ausschüssen nur noch eines im Auge haben: unseren Landkreis Landshut. Es geht ab sofort nicht mehr um Parteidenken, sondern nur noch um die Sache." Dreiers Appell verfehlte seine Wirkung nicht: Sowohl die Wahl seines Stellvertreters Fritz Wittmann (FW), als auch die Bestellung von Christel Engelhard (SPD), Rudolf Lehner und Alfons Satzl (beide CSU) als weitere Vizelandräte erfolgte jeweils mit überwältigender Mehrheit. Die Verabschiedung der neuen Geschäftsordnung und die Besetzung der Ausschüsse verlief ebenfalls ohne Misstöne und ohne Gegenstimme.

 Noch vor seiner Vereidigung durch Kreistagssenior Arno Wolf (SPD) erinnerte Peter Dreier die Mitglieder des Kreistages daran, dass die Bürger ihnen das Vertrauen geschenkt hätten, "um in den kommenden sechs Jahren den Landkreis zu lenken, zu gestalten und weiterzuentwickeln". Mit Blick auf den Generationswechsel, der dem Gremium nach der Kommunalwahl nihct nur rund ein Drittel neue Kreisräte, sondern auch ein "jüngeres und weiblicheres Gesicht" beschert habe, freute sich der Landrat, dass im Kreistag neben so erfahrenen Mitgliedern wie Max Wimmer (CSU), der seit 42 Jahren ununterbrochen dabei ist, auch junge und ehrgeizige Kreisräte wie die vier Neulinge der Jungen Liste und Jungen Wähler vertreten sind.
Dreier bekräftigte den Wunsch nach einer "harmonischen Zusammenarbeit zum Wohle unseres lebenswerten und liebenswerten Landkreises" und appellierte mit Nachdruck an alle Kreisräte, dass die Gemeinden ohne eigene Vertreter im Kreistag keinesfalls vernachlässigt und umgekehrt die besonders stark vertretenen Regionen niemals bevorzugt werden dürfen:
"Wir müssen unseren Landkreis immer als Ganzes im Auge haben." 
Die Wahl der vier Vizelandräte lieferte dann den Beweis dafür, dass die parteiübergreifende Zusammenarbeit tatsächlich funktioniert und die im Vorfeld getroffenen Vereinbarungen eingehalten wurden. Unter Berufung auf das im Landkreis bislang geltende "ungeschriebene Gesetz", demzufolge der Stellvertreter des Landrats aus den Reihen der Partei des Amtsinhabers kommen sollte, schlug Peter Dreier als Person seines Vertrauens den bisherigen Essenbacher Bürgermeister Fritz Wittmann vor und verwies auf seine "enorme Erfahrung" als Gemeindeoberhaupt, Kreisrat und früherer Bürgermeistersprecher. In einer geheimen Wahl erhielt Wittmann 48 der 54 gültigen Stimmen. Gegenkandidatin Petra Seifert (Grüne) musste sich mit sechs Stimmen zufrieden geben und ging danach bei der Bestellung der drei weiteren Vizelandräte, über die in alphabetischer Reihenfolge abgestimmt wurde, ebenfalls leer aus. 
Vielmehr wurde Christel Engelhard (SPD) aus Altdorf einstimmig mit 60:0 als Vizelandrätin bestätigt. Komplettiert wird das Stellvertreterquartett künftig durch die CSU-Kreisräte Rudolf Lehner und Alfons Satzl aus Obersüßbach, die jeweils mit 54:6 Stimmen gewählt wurden.