Sonntag, 23. Juli 2017
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Eine Steigerung zum Amt eines Bürgermeisters


Bericht vom Landshuter Wochenblatt, vom 06. August 2014, von Alex Brünglinghaus: Landrat Peter Dreier zieht nach 100 Tagen im Amt ein erstes Zwischenfazit

Landshut. "Ich habe ein sehr gut bestelltes Haus übernommen", schickte Neu-Landrat Peter Dreier am Montag einem Pressegespräch voraus, in dem er über die ersten (fast) 100 Tage im Amt Bilanz gezogen hat. Dementsprechend positiv fiel auch das Gesamturteil des ehemaligen Hohenthanner Bürgermeisters aus, wenngleich Dreier sich seit dem 1.Mai auch mit Problemen im Landkreis konfrontiert sieht, die noch nicht gelöst sind. 

 

"Das Thema Asylbewerber beschäftigt uns täglich", gesteht der Landrat und registriert mit Sorge, dass die Flüchtlingsströme gen Europa nicht abreißen. Ein Umstand, der es dem Landkreis schwer macht, an sienem Ziel der dezentralen Unterbringung dieser Menschen festzuhalten. Dreier: "Wir haben das letzte Woche zwar noch einmal bekräftigt. Allerdings suchen wir auch händeringend nach entsprechenden Unterkünften."
Viel Arbeit hat dem FW-Politiker auch der Verkauf der Nord-Süd-Stromtrasse beschert, die nicht mehr in der Nähe von Augsburg, sondern in Essenbach enden soll. Für Dreier ein Unding. "Ich setzte mich vehement dafür ein, dass die Stromtrasse nicht durch den Landkreis Landshut verläuft. Dabei werde ich die Bürger mit ins Boot nehmen", stellt der Landrat klar. 
Große Freude macht dem neuen Chef im Landratsamt hingegen die Zusammenarbeit mit der Stadt Landshut. Im Mittelpunkt stehen dabei das vor kurzem auf den Weg gebrachte Regionalmanagement sowie ein angestrebter Verkehrsverbund, "der die Region für die Zukunft wappnen soll", so Dreier. 
Und persönlich hat sich der gelernte Verwaltungsbetriebswirt mittlerweile auch auch an das Amt des Landrates gewöhnt - obwohl das Arbeitspensum enorm ist. "Was die Termine und Aufgaben betrifft, ist das Landratsamt natürlich eine Steigerung zum Amt des Bürgermeisters." Dreier gibt an, von 7 Uhr morgens "bis 22, manchmal 23 Uhr abends" zu arbeiten. 
Weshalb ihm für sein Hobby Jogging auch nur noch einmal die Woche Zeit bleibt. 
Doch müde ist der Landrat deshalb noch lange nicht. Dreier: "Ich bekomme überall viel positive Resonanz von den Bürgern, die mich weiter motiviert, mich mit voller Kraft einzusetzen."
Eine kurze Auszeit hat sich der Landrat aber trotzdem verdient. Jetzt geht es für Dreier erst einmal mit der Familie in dem Urlaub nach Griechenland."